Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Ackermann Nähgarne GmbH & Co

(Fabrikstraße 11)

Von: Dr. Gerhard Hetzer (Stand: 5.5.2010)

  • 1855 Gründung einer Garnzwirnerei im Lechviertel durch Eusebius Schiffmacher. Teilhaber seit 1861 Wilhelm Butz. 1863 wurde der Betrieb nach Göggingen verlegt. 1872 Umwandlung in eine AG bei Konzentration auf Nähgarnherstellung (’Zwirn- und Nähfadenfabrik Göggingen’, ZNFG). 1870 178, 1912 1481 Beschäftigte. 1909/10 Neubau des Fabrikgebäudes (Blankziegelbau mit Eisenfensterkonstruktion). Bis 1937 schrittweiser Erwerb der Kapitalmehrheit bei der ’Nähfadenfabrik vormals J. Schürer (gegründet 1858). 1957 Zusammenschluss der ZNFG mit der Zwirnerei Ackermann, Heilbronn, zum größten Nähgarnhersteller Europas (Ackermann Göggingen AG). Die Krise der deutschen Textilindustrie traf schließlich auch Ackermann. Am 1.1.1994 Übergang des textilen Geschäfts auf den Nähfadenhersteller Amann & Söhne in Bönigheim (Ackermann Nähgarne GmbH & Co.), während für die Verwaltung der Liegenschaften eine eigene Gesellschaft errichtet wurde. Ende 1993 780 Beschäftigte und 138 Mio. DM Umsatz.

Hilde Rose, Ein Jahrhundert Gögginger Nähfaden, 1955; Göggingen, 1969, 194 ff.; Wolfgang Zorn / Leonhard Hillenbrand, Sechs Jahrhunderte schwäbische Wirtschaft, 1969, 316 ff.; Geschäftsbericht der Ackermann-Vermögensverwaltungs-AG 1993; Alte Firmen der Stadt und der Wirtschaftsregion Augsburg, 1993, 43; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 136 f.

Ackermann Göggingen



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