Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Ad insigne pinus

Von: Dr. Hans-Jörg Künast (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Der von Markus Welser finanzierte katholischer Verlag, der keine eigene Druckerei unterhielt, bestand 1594-1614. Die griechischen und lateinischen Schriften, die eigens angefertigt worden sein sollen, wurden an die für den Verlag arbeitenden Offizinen ausgeliehen (Andreas Aperger, Chrysostomus Dabertzhofer, David Franck, Christoph Mang, Michael Manger und Hans Schultes d.Ä.). Kooperation mit dem Kunstverlag von Dominicus Custos und der Buchhandlung Willer, die vermutlich eine wichtige Rolle im Vertrieb spielte. Das zunächst humanistische Verlagsprogramm (vor allem Erstausgaben griechischer Kirchenväter, historischer und hagiographischer Werke) erhielt ab 1610 eine zunehmend gegenreformatorische Ausrichtung. Wichtigster Autor (Mitarbeiter, Herausgeber) war David Höschel. Insgesamt rund 80 Drucke. Der Verlagsname nimmt Bezug auf die Kiefer (Pyr) im Verlagssignet.

Leonhard Lenk, Augsburger Bürgertum im Späthumanismus und Frühbarock 1580-1700, 1968, 160-175, 221-224; Josef Benzing, Die Buchdrucker des 16. und 17. Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet, 21982, 21; Lexikon des gesamten Buchwesens 1, 21987, 18 f.; Augsburger Buchdruck und Verlagswesen, 1997.

Signet des Verlages 'Ad insigne pinus'



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