Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Alexander Sigmund

Pfalzgraf am Rhein zu Neuburg, * 16.4.1663 Neuburg, † 24.1.1737 Augsburg, Bischof von Augsburg 1690-1737

Von: Prof. Dr. Peter Rummel (Stand: 22.12.2011)

  • 1681 Koadjutor mit Nachfolgerecht. 1689 Priesterweihe. Vertrat 1689/90 bei den Wahl- und Krönungsfeierlichkeiten Josephs I. den schwer erkrankten Bischof Johann Christoph von Freyberg. Bischofsweihe am 14.1.1691. Schubweise auftretende Depressionen seit 1708 führten dazu, dass das Domkapitel die weltliche und geistliche-Verwaltung an sich zog und 1714 den Konstanzer Bischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg zum Koadjutor postulierte. 1718 übernahm Alexander Sigmund wieder die Leitung von Bistum und Hochstift, musste aber ab 1735 dem Koadjutor erneut größere Verantwortung einräumen. Unterstützte die Wünsche des Domkapitels, konnte aber 1733 die Beset- zung der drei Augsburger Propsteien durch Domherren und Augsburger Patrizier nicht verhindern. Vermochte jedoch, dem Augsburger Patriziat den Zugang zum Domkapitel auch weiterhin zu verwehren. Residierte anfangs in Dillingen, hielt sich später aber vor allem in Augsburg auf. 1718-1720 wurden das Konsistorialgebäude und 1733 der nördliche Flügel der Bischöfliche Residenz errichtet, wo sich ein bescheidenes Hofleben entfaltete.
  • Sigmundstraße (Pfersee-Süd, Amtlicher Stadtplan H 9).

Placidus Braun, Geschichte der Bischöfe von Augsburg 4, 1815, 398-448; Joachim Seiler, Das Augsburger Domkapitel vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Säkularisation, 1989; Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1648-1803, 1990, 8; Peter Rummel, Die Augsburger Bischöfe, Weihbischöfe und Generalvikare vom 17. Jahrhundert bis zum 2. Vatikanischen Konzil, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 24 (1990), 25-114, 36-39; Josef Johannes Schmid, Alexander Sigismund von Pfalz-Neuburg, Fürstbischof von Augsburg, 1999.

Fürstbischof Alexander Sigmund



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