Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Ammerbach

Eusebius (Amerbach), * um 1530 Wittenberg, † 1595 Augsburg, Praeceptor, Organist, Orgelbauer

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 15.2.2011)

  • Vermutlich Sohn des Wittenberger Humanisten Veit Ammerbach. Wohl ab 1543 in Ingolstadt, dort ab 1548 Studium. 1562 Übersiedlung nach Augsburg, 1563 Bürgerrecht. 1562-1565 Praeceptor am Gymnasium bei St. Anna. Zeitweise auch Organist von St. Anna. 1576 Begutachtung der Pläne und Mitwirkung beim Bau der Orgel des Ulmer Münsters. in Augsburg baute Ammerbach Orgeln im Dom (1577-1579), in der Fugger-Kapelle von St. Ulrich und Afra (1580); dort bis 1584 auch Anstellung als Organist. Weitere Arbeiten Arbeiten in Wemding, vermutlich in St. Blasien (1583) und für den Münchener Hof (1585). Anschließend hielt er sich mit seiner Familie wohl nahezu ein Jahrzehnt im Österreichischen auf, wo er sich um 1587 bis 1590 in Linz, 1592 in Waldhausen und 1594 in Wien nachweisen lässt. 1594 Rückkehr nach Augsburg und Umbau der großen Fuggerorgel in St. Anna. Bedeutendster Augsburger Orgelbauer in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Neue deutsche Biographie 1, 248 f.; Raimund W. Sterl: Die Orgelbauer Eusebius Amerbach und Kaspar Sturm, in: Die Musikforschung 22 (1969), 42-46; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989; Ders., Die Fugger und die Musik, in: Die Fugger und die Musik, 1993, 41-48; Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 1, 21999, 610 f.; Günther Grünsteudel, „Cantate Domino canticum novum“. Zur Geschichte der Musikpflege bei St. Anna, in: St. Anna – eine Kirche und ihre Gemeinde, 2011 [in Vorbereitung].



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