Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Christlich Soziale Mitte

(CSM)

Von: Dr. Wolfram Baer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Auf einem turbulenten Parteitag der Augsburger CSU am 10.11.1981 wurde die Fraktionsspitze im Stadtrat um Hermann Berlin und Ludwig Kotter vom damaligen Bezirksvorsitzenden Hermann Knipfer heftig dafür kritisiert, dass sie vor allem in der Affäre um den Dritten Bürgermeister Willi Egger (SPD), dem Verquickung öffentlicher und privater Interessen vorgeworfen wurde, zu wenig Härte gezeigt hätte. Die Angegriffenen fühlten sich an die nach der Stadtratswahl 1978 mit der SPD ausgehandelten interfraktionellen Verträge gebunden. Da sich 112 der 135 Parteitagsdelegierten hinter Knipfer stellten, gaben Berlin und Kotter die Bildung einer eigenen Fraktion, der CSM, bekannt, die nahezu die gesamte Führungsmannschaft der Augsburger CSU umfasste, sich mit eigener Satzung vom 4.10.1982 im Vereinsregister eintragen ließ und zusammen mit der SPD die Stadtregierung übernahm. Im Januar 1984 erfolgte der Parteiausschluss der CSM-Mitglieder. Erste Annäherungsversuche seitens der CSU nach der Wiederwahl Hans Breuers (SPD) zum Oberbürgermeister im gleichen Jahr. Die Wiedervereinigung beider Fraktionen erfolgte schließlich 1989.



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