Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Cottahaus

(Karmelitengasse 9)

Von: Jürgen Wagner (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Langgestreckter dreigeschossiger Mansarddachbau mit Mittelgiebel und zwei Tordurchfahrten, 1785 von Johann Martin Pentenrieder erbaut und bis 1807 Teil des Konvents der Unbeschuhten Karmeliten. 1810 erwarb Johann Friedrich Cotta das Gebäude, in dem er 1823 die Redaktion der Allgemeinen Zeitung einrichtete. 1824 Aufstellung der ersten Augsburger Schnellpresse, die von der ersten Augsburger Dampfmaschine (Leistung: 3 PS) angetrieben wurde. Bereits 1837 standen im Cottahaus drei, 1847 fünf größere und schnellere Druckmaschinen, die bis zu 65.000 beidseitig bedruckte Zeitungsbögen pro Tag produzierten. Cotta war damit das wohl größte Zeitungshaus Deutschlands seiner Zeit, das nur zeitweilig von Berliner Druckereien übertroffen wurde. 1882 Umzug des Verlages nach München. 1887 Erwerb des Gebäudes durch die Maria-Ward-Schwestern. Bombenschäden 1944. Das Cottahaus diente viele Jahre als Teil des Internats des Maria-Ward-Instituts, heute Tagesheim der Grund- und Realschule sowie des Gymnasiums. Geburtshaus des Dichters Pius Alexander Wolff.

300 Jahre Institut der Allerheiligsten Jungfrau Maria, 1962, 51 f.; Wandlungen einer Stadt 2, 1978, 54 f.; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 274.



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