Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Degmair

Pfarrerfamilie

Von: Madlen Bregenzer / Redaktion (Stand: 11.1.2012)

  • 1) Andreas, * 27.10.1680 Augsburg, † 24.6.1735 Augsburg. Ab 1697 Studium der Theologie und Philosophie in Altdorf (Magister 1702), Jena und Halle. 1705 Diakon in Münster am Kocher, ab 1706 im nahegelegenen Eutendorf (heute Stadtteil von Gaildorf, Lkr. Schwäbisch Hall). Ab 1710 in Augsburg in gleicher Funkiton bei den Barfüßern und ab 1716 bei St. Jakob. 1729-1735 Pfarrer bei Heilig Kreuz. August Hermann Francke war Pate eines Sohnes.
  • 2) Matthäus Friedrich, * 21.9.1708 Eutendorf, † 20.7.1781 Augsburg. Sohn von 1). Studium der Theologie in Jena (1726-1729) und Helmstedt (1729-1732), Aufenthalte in Wittenberg, Leipzig und Halle. Ab 1732 wieder in Augsburg. 1734/35 als Reiseprediger bei den Salzburger Exulanten in England. 1735 Ordination durch Samuel Urlsperger und Diakon an Heilig Kreuz in Augsburg, seit 1757 dort Pfarrer. 1765-1780 Pfarrer bei St. Anna und Senior ministerii als Nachfolger Urlspergers.
  • 3) Georg Andreas, * 14.10.1740 Augsburg, † 13.9.1816 Augsburg. Sohn von 2). Ab 1759 Studium der Theologie in Jena, 1761-1763 in Tübingen. 1767 Ordination in Augsburg, im gleichen Jahr Diakon an der Barfüßerkirche, ab 1770 Diakon und 1780-1816 in Nachfolge seines Vaters Pfarrer bei St. Anna und bis 1813 Senior ministerii, als anstelle der Senioren- die Dekanswürde eingeführt wurde; 1. Dekan war der Pfarrer von St. Ulrich Ludwig Friedrich Kraus (1813-1830).
  • 4) Maria Barbara, * 26.10.1773 Augsburg, † 22.1.1856 Augsburg. Tochter von 3). Die Patentochter der Anna Barbara von Stetten wurde noch zu deren Lebzeiten als künftige Leiterin des Stettenschen Instituts vorgeschlagen und im März 1805 von der neu installierten Administration auch gewählt. Ihr Dienstvertrag beinhaltete den Zölibat. Die erste Direktorin des Instituts (bis 1856: ’Anna Barbara von Stetten’sche Töchter-Erziehungsanstalt und Aussteuerinstitut’) erwarb sich Verdienste um dessen Aufbau nach den neuesten Erkenntnissen von Erziehung, Unterricht und kollegialer Zusammenarbeit.
  • 5) Johann, * 25.11.1777 Augsburg, † 2.6.1829 Augsburg. Sohn von 3). Studium ab 1795 in Halle, Ordination in Augsburg 1803 und Katechet im Arbeitshaus (ab 1805 Pestilentiar/Vikar), 1806-1817 Diakon bei St. Ulrich, 1817-1829 in gleicher Funktion bei St. Anna. Ab 1805 Mitwirkung bei der Schulplanung des Stetten-Instituts; bis 1829 dort Religions- und ’Hauptlehrer’.

Joseph Friedrich Rein, Das gesamte Augspurgische Evangelische Ministerium in Bildern und Schrifften, 1749, 193; Stetten-Institut: Jubiläums-Schrift, 1905; Madlen Bregenzer, Maria Barbara Degmair, in: Jahrbuch des Stettenbundes Augsburg 1993, 8 f.; Helene Burger / Hermann Erhard / Hans Wiedemann, Pfarrerbuch Bayerisch-Schwaben, 2001, 35.

Matthias Friedrich Degmair

Maria Barbara Degmair



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