Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Dietrich

Wendel, * um 1535 Augsburg, † zwischen Oktober 1621 und 22.2.1623 Augsburg, Kistler, Architekt

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Ausbildung als Kunstschreiner, seit 1557 in den Augsburger Steuerbü­chern nachweisbar, besaß seit 1561 ein Haus an der Mittleren Schlossermauer. Wirkte zwischen 1567 und 1587 als Geschaumeister und Vorgeher der Zunft. Neben Arbeiten für Philipp II. von Spanien insbesondere für den Münchener Hof und die Fugger tätig. Sein Hauptwerk ist die Zedernholzdecke im Festsaal des Fuggerschlosses Kirchheim/Mindel (1585). Arbeitete mit Johann Holl am Rehlinger-Schlösschen in Inningen zusammen. 1582/83 an der Planung der Jesuitenkirche St. Michael in München beteiligt, für die er Hochaltar und Chorgestühl schuf. In St. Ulrich und Afra sind die Altäre der Benediktus- und Andreaskapelle erhalten. Früher Vertreter der deutschen Renaissance, der großen Einfluss auf das Schaffen Elias Holls ausübte.
  • Dietrichstraße (Links der Wertach-Süd, Amtlicher Stadtplan H 8).

Allgemeine deutsche Biographie 17, 1883, 692-694; Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler 9, 1913, 265-267; Norbert Lieb, Augsburger Baukunst der Renaissancezeit, in: Augusta 955-1955, 1955, 229-247; Neue deutsche Biographie 3, 1957, 699 f.; Bruno Bushart, Kunst und Stadtbild, in: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 368-375.



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