Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Egk

Werner (eig. Werner Joseph Mayer) * 17.5.1901 Auchsesheim bei Donauwörth, † 10.7.1983 Inning am Ammersee, Komponist, Dirigent

Von: Günther Grünsteudel / Rüdiger Heinze (Stand: 24.8.2009)

  • Sein Vater Joseph Mayer war Lehrer in Auchsesheim bei Donauwörth und wurde 1908 nach Oberhausen versetzt (Josefinum). 1911-1919 Gymnasium bei St. Stephan. Erster systematischer Musikunterricht an der Augsburger Musikschule (Leopold-Mozart-Zentrum) seit 1912. Seit 1920 Musikstudium in Frankfurt (Klavier, Musikgeschichte) und München (1921-1925;Komposition, Dirigieren, Musiktheorie bei Carl Orff). 1923 Eheschließung mit der Geigerin Elisabeth Karl († 1978) in Augsburg undÄnderung seines Nachnamens in Egk (1937 legalisiert). Nach schwerer Krankheit 1925-1927 Erholungsaufenthalt in Italien. Seit 1928 erste große Kompositionen, vor allem für den Rundfunk in Berlin und München, so die Erstfassung der Oper ’Columbus’ (1932/33). 1936 ’Olympische Festmusik’. Egks bekannteste Werke, die Opern ’Die Zaubergeige’ und ’Peer Gynt’, wurden 1935 in Frankfurt bzw. 1938 in Berlin uraufgeführt. 1937-1941 Kapellmeister an der Berliner Staatsoper. 1939 Auszeichnung bei den Reichsmusiktagen in Düsseldorf. 1941 Leiter der Fachschaft Komponisten der Reichsmusikkammer. 1950-1953 Direktor und Professor für Komposition an der Berliner Musikhochschule. In der Folge hohe Funktionen im Deutschen Komponistenverband und im Deutschen Musikrat, bei GEMA und CISAC. Seit 1951 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1959 großes Bundesverdienstkreuz, 1962 Bayerischer Verdienstorden. 1968 Ehrenmitglied der Städtischen Bühnen Augsburg. 1971 Enthüllung einer Egk-Büste (Eberhard Luttner) im Foyer des Stadttheaters, wo u.a. folgende seiner Bühnenwerke aufgeführt wurden: ’Die Zaubergeige’ (1936, 1954, 1981), ’Peer Gynt’ (1951, 1970), ’Irische Legende’ (1957, 1975), ’Der Revisor’ (1958), ’Die Verlobung in San Domingo’ (1965) sowie das Ballett ’Joan von Zarissa’ (1954). Komponist der gemäßigten Moderne mit ausgeprägtem Sinn für das Musiktheater, der auch als Dirigent v.a. eigener Werke hervortrat (u.a. 1970 ’Peer Gynt’ in Augsburg).

Ernst Krause, Werner Egk, 1971; Werner Egk, Die Zeit wartet nicht, 1981; Fred K. Prieberg, Musik im NS-Staat, 1982; Michael Walter, Hitler in der Oper, 1995; Werner Egk, 1997; The New Grove Dictionary of Music and Musicians 7, 22001, 912-914; Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 6, 22001, 117-122; Werner Egk – eine universelle Begabung, 2004; Der unbekannte Werner Egk, 2007; Werner Egk – eine Debatte zwischen Ästhetik und Politik, 2008.

Werner Egk



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