Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Fabrikschloss

Von: Prof. Wilhelm Ruckdeschel / Günther Grünsteudel (Stand: 21.3.2011)

  • Spinnerei-Hochbau im Werk III der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und Weberei, 1895/98 nach Plänen des Schweizer ’Civil-Ingenieurs’ Carl Arnold Séquin-Bronner errichtet (Bauausführung: Thormann & Stiefel, Walter-Bau-AG). Bedeutendes Industriedenkmal, bei dem sich der Stolz auf technischen Fortschritt und eigene Leistungsfähigkeit in aufwendiger Architektur manifestiert. Dreigeschossiger Eisenbetonbau mit drei markanten Ecktürmen und einer die weiten Fensterflächen durch Lisenen und Gesimse gliedernden Fassade aus rot-gelben Blankziegeln, bekrönt von Balustraden, so dass im Ganzen ein schlossartiger Eindruck entsteht. Ehemals 42.260 Spindeln, betrieben vom (heute erneuerten) Wasserkraftwerk am Proviantbach und von Dampfkraft. Westlich davon Batteurgebäude sowie Weberei-Flachbau in ähnlicher Architektur (1877/83). Stillegung 1988, zeitweise Asylbewerberunterkunft. 1997/98 Sanierung und Restaurierung. Heute gewerbliche Nutzung.

Astrid Debold-Kritter, Augsburg in frühen Photographien 1860-1914, 1979, 179; Wilhelm Ruckdeschel, Technische Denkmale in Augsburg, 1984, 112-117; Astrid Debold-Kritter, Das Textilviertel in Augsburg, in: Beiträge zur Denkmalkunde, 1991, 220-223; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 368 f.; Das neue Fabrikschloß, in: Augsburg-Journal 1997 H. 7, 77-79: Wilhelm Ruckdeschel, Industriekultur in Augsburg, 2004, 90-96; Karl Ganser, Industriekultur in Augsburg, 2010, 120 f.

Fabrikschloß



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