Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Firnhaber

Friedrich Gustav, * 15.4.1823 Nürnberg, † 18.3.1887 Augsburg, Unternehmer, Kommerzienrat

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 1.9.2009)

  • Trat in die von seinem Onkel Friedrich Merz († 1867) gegründete Augsburger Kammgarn-Spinnerei ein und heiratete Maria Magdalena Zäuner (* 3.2.1826 Bamberg, † 18.3.1904 München). Nach Merz’ Tod übernahm er die Firmenleitung. 1901 errichtete seine Witwe die überkonfessionelle ’Friedrich Firnhabersche Stiftung’ (Kapital 282.882 Mark), die zu 2/3 der Gewährung von Stipendien an bedürftige junge Augsburger und zu 1/3 der Unterstützung arbeitsunfä­higer und bedürftiger ehemaliger Augsburger Fabrikarbeiter dienen sollte. Das von Firnhaber 1883 von der staatlichen Forstverwaltung als Jagdrevier erworbene 189 ha große Auengebiet rechts des Lechs ging nach dem Tod seiner Witwe als Stiftung an die Stadt Augsburg über, die es dem Stifterwillen entsprechend zur Linderung der Wohnungsnot zur Verfügung stellte (Firnhaberau). Grab auf dem Protestantischen Friedhof.
  • Firnhaberstraße (1905, Hochfeld, Amtlicher Stadtplan I 10/11), benannt nach dem Stifterehepaar.

Anton Werner, Die örtlichen Stiftungen für die Zwecke des Unterrichts und der Wohltätigkeit in der Stadt Augsburg, Ergänzungsheft, 1912, 4, 13 f., 44; Augsburger Frauenlexikon, 2006, 53.



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