Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Fischer

Matthäus (Taufname: Karl Konrad), * 28.11.1763 Ried/Ziemetshausen, † 5.5.1840 Augsburg, Organist, Chordirektor, Komponist

Von: Dr. Josef Mančal (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Seit 1773 Chorknabe im Stift Heilig Kreuz, 1784 dort Stiftsorganist. Fertigte Abschriften von Werken des ihm wohl persönlich bekannten Wolfgang Amadé Mozart an. Schuf Kirchenmusik sowie Bühnenwerke (Opern und Singspiele), darunter ’Matthatia’ (1796; Aufführung in ehemalig St. Salvator 1797) und ’Strafe des Heli’ (Aufführung ebenda 1805). Nach 1803 Chordirektor von Heilig Kreuz, ab 1810 von St. Georg, 1820 Rückkehr nach Heilig Kreuz, auch in St. Ulrich und Afra tätig. Bei Lotter erschienen sechs Messen (1820) und ein Responsorium in einem Sammeldruck (1824). Schließlich Wechsel als Musikdirektor nach St. Moritz, wo er bis zu seinem Tod wirkte. Sein Bruder und Schüler Anton (* 13.1.1778 Ried, † 1.12.1808 Wien) war ab 1800 bei Emanuel Schikaneder in Wien tätig, vertonte dessen Singspiel ’Swetards Zaubergürtel’ (1805) und Karl Ludwig Gieseckes ’Der travestierte Aeneas’.

Die Musik in Geschichte und Gegenwart 4, 1955, 273 f.; Musik in Bayern, Katalog, 1972, 404 f.; Hans Rheinfurth, Der Musikverlag Lotter in Augsburg, 1977, 254, 267; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989.



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