Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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St. Georg

(Bürgermeister-Widmeier-Straße 10; Pfarrbüro: Tiroler Straße 4)

Von: Prof. Dr. Wilhelm Liebhart / Redaktion (Stand: 20.8.2009)

  • Älteste katholische Pfarrei in Haunstetten, deren Patronat seit 1006 das Kloster St. Ulrich und Afra besaß. Inkorporation ins Kloster 1501 urkundlich gesichert. Bis 1660 war die östliche Pfarrgrenze fließend, seitdem wurde der jeweilige Lechverlauf als Grenze zur Pfarrei Mering bestimmt. 1729/30 Barockisierung der spätmittelalterlichen Pfarrkirche unter Abt Willibald Popp wohl durch den Augsburger Stadtmaurermeister Johann Paulus. Saalartiger, mit flachem Stichkappengewölbe überfangener Innenraum. Bedeutende Stuckierung, im Chorgewölbe im Stil Franz Xaver Feichtmayrs d. Ä., Chordeckenfresko von Johann Georg Wolcker. 1886/88 Verlängerung des Langhauses nach Westen. 1875 Auflösung des Friedhofs. Zur Pfarrei gehören die Antonius- und Muttergottes-Kapelle. 1954 Abspaltung der Pfarrei St. Albert, 1966 von St. Pius aus dem Pfarrsprengel. Die Pfarrei zählt derzeit 4341 Gemeindemitglieder (Stand: 1.1.2009).

Wilhelm Liebhart, Die Reichsabtei St. Ulrich und Afra zu Augsburg, 1982, 476; Haunstetten, 1983, 128-134; T. Balk, St. Georg Augsburg-Haunstetten mit Muttergotteskapelle, 1991; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 116-118.



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