Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Georgsbrunnen

(Metzgplatz)

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die lebensgroße Figur des hl. Georg wurde wahrscheinlich 1565 von dem Rotschmied Veit Dietsch (Tütsch) gegossen, wie ein bei der Restaurierung 1961 entdecktes Monogramm bezeugt; der Name des Künstlers ist unbekannt. Ursprünglich stand die Figur auf einer Konsole vor der Herrenstube gegenüber dem alten Rathaus. Nach deren Abbruch (1828) schmückte die Figur einen 1833 gestalteten Brunnen auf dem Metzgplatz. 1961 versetzte man sie mit finanzieller Hilfe der Alt-Augsburg-Gesellschaft auf eine hohe Brunnensäule vor St. Jakob, 1993 kehrte sie an ihren Standort vor der Stadtmetzg zurück. Auf dem Brunnensockel in alle Himmelsrichtungen wasserspeiende Masken, in denen sich Mitarbeiter des Städtischen Hochbauamts verewigten. Der Reiterharnisch der Figur entspricht bis ins Detail dem Zeitraum 1550/60 und wurde wohl von einer Turnierrüstung abgegossen. Der ’Ritter Georg’ war in Augsburg besonders beliebt, erinnerte er doch an die ritterlichen Taten Maximilians I., mit dem sich das Augsburger Patriziat besonders verbunden fühlte.

Welt im Umbruch 2, 1981, 14, 158; Augsburger Brunnen, 1989, 37-39; Restaurierungsbericht des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, 1992; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 326 f.



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