Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Gerbl

Philipp, * 21.1.1719 Obertraubenbach (Bayern), † 14.6.1803 Augsburg, Jesuit, Jurist, Komponist, Domkapellmeister

Von: Prof. Dr. Hermann Ullrich (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1738 Eintritt in den Jesuitenorden. Um 1750 Lehrer an verschiedenen Kollegien und am Jesuitenseminar in Ingolstadt; dort 1751 Promotion zum Dr. iur. und Chorregent an der Jesuitenkirche. Um 1760 akademischer Lehrer in Ellwangen und Augsburg. 1770 Professor für bürgerliches Recht in Fribourg und Studienpräfekt am dortigen Jesuitenkolleg. Begleiter des Provinzials der oberdeutschen Provinz. Ab 11.4.1774 Nachfolger Giulinis als Domkapellmeister in Augsburg. Bereits 1780 lehnte das Domkapitel seine stilistisch überholte Musik ab und setzte am 20.9.1790 Johann Chrysostomus Drexel als Musikdirektor ein, was einer Suspendierung Gerbls gleichkam. Als Domkapellmeister hatte er bis zu seiner Resignation vor dem 2.6.1797 nur noch die Versorgung und Unterweisung der Singknaben im Kapellhaus zur Aufgabe. Beigesetzt im Nordflügel des Domkreuzgangs. Nur zwei seiner Werke scheinen überliefert zu sein.

Ernst Fritz Schmid, Mozart und das geistliche Augsburg, insonderheit das Chorherrnstift Heilig Kreuz, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 55/56 (1942/43), 125 ff.; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989; Hermann Ullrich, Johann Chrysostomus Drexel, 1991, 87-97.



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