Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Imhofhaus

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Nicht erhaltenes Renaissancehaus Ecke Obstmarkt / Hoher Weg (Lit. D 83). Das ab dem 13. Jahrhundert belegte Anwesen ist nicht identisch mit dem als ’Königshof’ bezeichneten Hof des Augsburger Vogtes. Bestand ursprünglich aus zwei Hofstellen, die im Süden an das alte Burgtor, im Norden an den Hof des Vogtes grenzten und wohl im 16. Jahrhundert, als die Eggenberger einen prächtigen Neubau errichteten (1510), zusammengefasst wurden. Das Obereigentum der nördlichen Hofstelle lag im 14. Jahrhundert beim Domkapitel, wohin es vielleicht durch eine Schenkung Bischof Siegfrieds (IV.) gelangt war. Die größere südliche Hofstelle wurde von den ’de Porta’ an die Grafen von Hohenlohe verkauft und von diesen als Lehen an Augsburger Bürger vergeben. Erster Lehensinhaber war der spätere Burggraf Otto Bogner, von dessen Erben der Besitz an die Schongauer kam (1305-1346). Nach Zwischenbesitz der Liutfrid (1351-1376), Dachs (1377-1398), von Knöringen (1398-1442) und Langenmantel (I, 1446-1486) erbten es 1487 die Eggenberger und lösten 1558 die hohenlohische Lehenschaft ab. Nach ihrem Aussterben kam das Palais in den Besitz der Imhof. 1863 musste es dem Neubau des Riedingerhauses weichen (heute: Stadtwerke).

Urkundenbuch der Stadt Augsburg, 1874-1878; Walter Groos, Beiträge zur Frühgeschichte Augsburgs 300-1300, 1973; Detlev Schröder, Stadt Augsburg, 1975; Augsburg, Geschichte in Bilddokumenten, 1976, 103.



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