Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Jäger

Goldschmiedefamilie

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Im 17. und 18. Jahrhundert tragen in Augsburg wenigstens 20 Gold- und Silberschmiede diesen Namen. Ihre Marke setzt sich aus den jeweiligen Initialen und einem Jagdhorn zusammen.
  • 1) Jakob (I), * um 1600 Augsburg, † 1673/74. 1624 Meister und erste Heirat in Augsburg, tätig für Ferdinand III. in Wien und Ludwig XIV. in Paris (1665). Längere Italienreise. Zu seinen schönsten Werken gehören ein prachtvolles Relief (’Festmahl der Götter’), Deckel einer vergoldeten Schatulle von Hans Jakob Mair (Eremitage, St. Petersburg) und das Taufbecken in der St. Jakobskirche in Stockholm mit Reliefs nach Entwürfen von Johann Heinrich Schönfeld. Seine Werke zeigen ein hohes bildhauerisches Niveau, das ihn zu einem der bedeutendsten Meister des 17. Jahrhunderts in Augsburg macht. Sein Bruder David (* 1624, † 1661) war als Goldschmied für den Hof von Baden-Durlach tätig.
  • 2) Elias (I), * 1653 Augsburg, † 1709 Augsburg. Neffe von 1), war auch als Medailleur tätig. Von ihm befinden sich Schauplatten in der Eremitage in St. Petersburg, Geschenke der schwedischen Könige Karl XI. und Karl XII. an Zar Peter I. Ein Antependium aus St. Blasien (Kunsthistorisches Museum, Wien) von 1687 zeigt Reliefs von äußerster Feinheit und gehört zu den außergewöhnlichsten Werken der Goldschmiedekunst. In Augsburg ist ein Altarkreuz für evangelisch St. Ulrich erhalten (heute Maximilianmuseum).

Helmut Seling, Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529-1868, 1980, 94, 100, 102, 118; Silber und Gold, 1994, 118 f.



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