Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Jakobervorstadt

(Stadtbezirke 8, 9)

Von: Dr. Josef Mančal / Redaktion (Stand: 27.7.2009)

  • Im Laufe des 13. Jahrhunderts entwickelte sich östlich des alten Stadtkerns, dem Lech zugewandt, die nach der Pfarrkirche St. Jakob benannte Jakobervorstadt. Um 1340 Einbeziehung in die Stadtbefestigung, die bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts aus einem Palisadenzaun und einem Graben bestand und dann durch eine turmbewehrte Mauer (Fünfgratturm) mit Außentoren (Jakober-, Oblatter- und Vogeltor) ersetzt wurde. Der lange Zeit dünn besiedelte Stadtteil bot Platz für raumaufwendige Märkte wie Roß-, Sau- oder Rindermarkt. Die gegenüber der Oberstadt auch sozialtopographisch niedriger gelegene Jakobervorstadt war ein Viertel der Handwerker (u. a. Färber, Druckerei Lotter) und der sozialen Unterschichten (Fuggerei). Die Jakobervorstadt umfasst heute die Stadtbezirke 8 und 9 (Jakovervorstadt-Nord und -Süd) mit einer Fläche von zusammen 94,13 ha und 10.330 Einwohnern (Stand 1.1.2006).

Ernst Piper, Der Stadtplan als Grundriß der Gesellschaft, 1982, 99 ff.; Hermann Kießling / Ulrich Lohrmann, Türme, Tore, Bastionen, 1987, 16; Altstadtsanierung in Augsburg, 1989.



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