Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Kaltenhofer

Peter (Kalltenhofer, Kaltenofen, Keltenover u. ä.), † 1488/89 Augsburg, Maler

Von: Dr. Tilman Falk / Günther Grünsteudel (Stand: 24.1.2012)

  • 1447/48 Erwerb der Malergerechtigkeit in Augsburg. Ab 1451 Aufträge durch die Stadt. 1456/57 Ausmalung der Amtstube des Weberhauses (teilweise restauriert erhalten im Bayerischen Nationalmuseum München): Szenen des Alten Testaments und der Mythologie, Porträts historischer Personen. Es handelt sich dabei (abgesehen von der gleichzeitigen Buchmalerei) um den einzigen erhaltenen Zyklus größeren Ausmaßes der Augsburger Malerei aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Paul von Stetten berichtet von dekorativen (?) Fresken Kaltenhofers am alten Rathaus und an mehreren Toren der Stadt. Für 1485 sind Arbeiten am Turm des Frauentors belegt, an dem zur gleichen Zeit auch Ulrich Apt d. Ä. beschäftigt ist. 1487/88 malte Kaltenhofer zusammen mit Thoman Burgkmair eine Serie von Bischofs-Porträts für den Dom (nicht erhalten).
  • Kaltenhoferstraße (1911, Oberhausen-Süd, Amtlicher Stadtplan H, I 7).

Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler 19, 1927, 486 f.; Norbert Lieb, Die Amtsstube des Augsburger Weberhauses, in: Alt-Augsburg 1 (1937) 2, 17-27; Johannes Wilhelm, Augsburger Wandmalerei 1368-1530, 1983, 441-444; Monika Meine-Schawe, Die Augsburger Weberstube im Bayerischen Nationalmuseum, in: Münchner Jahrbuch der Bildenden Kunst 3. Folge 46 (1995), 25-80; Jörg Rogge, Die Bildzyklen in der Amtsstube des Weberzunfthauses in Augsburg von 1456/57, in: Mundus in imagine, 1996, 319-344.



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