Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Kels

Bildhauer und Medailleure

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1) Hans d. Ä., * 1480/85, † um 1559 Kaufbeuren. Tätig in Kaufbeuren und Augsburg. Erste urkundliche Erwähnung 1507, fertigte ’etliche bild’ für Kaiser Maximilian I. an. Außerdem sind vier Gedenktafeln (’vier gülden stain’) für Maximilian I., seinen Sohn Philipp I. von Spanien und dessen Söhne Karl (Karl V.) und Ferdinand in St. Magdalena (1519/20) erhalten.
  • 2) Hans d. J., * 1509/10 Kaufbeuren, † 1565/66 Augsburg Sohn von 1). 1541 Handwerksgerechtigkeit in Augsburg, war hier aber schon seit 1530 als Medailleur tätig. Schuf Bildnismedaillen der Habsburger (Karl V.) und des Augsburger Patriziats in dekorativ-realistischer Manier. Ihm wird auch das Epitaph für Johann Jakob Fugger in der Georgs-Kapelle von St. Ulrich und Afra zugeschrieben.
  • 3) Veit (Vitus), † 1594/95 Augsburg. Jüngerer Bruder von 2). 1546 Meistergerechtigkeit als Bildhauer. Das reich verzierte Zifferblatt einer Planetenuhr (Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe) ist erhalten. Hauptwerk der Familie Kels, an dem wohl alle drei beteiligt waren, ist das 1537 datierte Holzspielbrett im Kunsthistorischen Museum Wien.

Leonard S. Forrer, Biographical dictionary of medallists 3, 1907, 139 f., 7, 1923, 499; T. Hampe, Zur Genealogie der Künstlerfamilie Kels, 1918; Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler 20, 1927, 128 f.; Welt im Umbruch 2, 1980, 38, 186-190; Bosls bayerische Biographie, 1983, 411.



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