Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lauginger I

(von Laugingen), Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1323-1399 in Augsburg nachweisbar. Im 13. Jahrhundert sind in Augsburg verschiedene patrizische Namensträger ’von Lauingen’ fassbar; weder ihre Beziehungen untereinander, noch verwandtschaftliche Zusammenhänge mit den Lauginger (II) sind geklärt. 1272-1295 wird der Kaufmann und Ratsherr Marquard von Laugingen († 3.5.1295/1310) genannt, der ohne männliche Nachkommen starb; 1283-1295 der Stadtpfleger Ulrich von Laugingen, als dessen Söhne evt. der im Domnekrolog erwähnte Marquard von Laugingen († 22.2) und ein Ulrich von Laugingen anzusprechen sind, für letzteren werden 1321 zwei Söhne (Johann und Ulrich) erwähnt. Erster eindeutig identifizierbarer Lauginger ist der 1323 als Schwiegersohn K. Portners genannte Johann (I). Gemeinsame Kontakte zu St. Katharina sind evt. ein Indiz dafür, dass die Brüder Hermann († vor 1330) und Johann von Laugingen († nach 1344?) mit ihm zusammenhängen. Kennzeichnend für seine Nachkommen ist die enge Bindung an die verwandten Onsorg. Die Lauginger, die politisch nicht besonders hervortraten, zählten auch nach der Zunfterhebung noch zum Patriziat: Johann (II) ist 1378-1383 als Ratsherr ’von Herren’ belegt. Neben ihm urkundet seit den 1380er Jahren sein Sohn Johann (III). 1400 sind beide aus den Quellen verschwunden. Ob der gleichnamige Abt von St. Ulrich und Afra zur Verwandtschaft zählte, ist bislang nicht geklärt.

Eduard Zimmermann, Augsburger Zeichen und Wappen, 1970, 361; Fritz Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396-1521, 1995, München Diss. 1983, Anh. 221.



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