Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Nerdinger

Eugen, * 26.1.1910 Augsburg, † 8.8. 1991 Augsburg, Graphiker, Widerstandskämpfer

Von: Ulrich Kirstein / Dr. Heinz Münzenrieder (Stand: 10.8.2009)

  • Nach typographischer Ausbildung (1925-1931) und journalistischer Tätigkeit (1937-1939) Studium an der Kunstschule Augsburg bei Friedrich Döllgast und Richard Roth und an der Akademie für Angewandte Kunst in München (1937-1941) u. a. bei Anna Simons. Schon während des Studiums als Graphiker und Buchgestalter tätig, gewann insgesamt zwölf Preise (u. a. den für ’Gesamtdeutsches Buchschaffen’). Seit 1933 als Angehöriger der ’Revolutionären Sozialisten’ im politischen Widerstand, Verbindungen zu Bebo Wager. 1942 in Einzelhaft, 1944 Verurteilung mit Strafaufschub. Gründete 1945 die Sternoffizin in Augsburg mit Verlag, Druckerei, graphischer Werkstätte für Buchkunst und Gebrauchsgraphik. 1946 Mitwirkung am Wiederaufbau der Augsburger Kunstschule, 1961-1971 Direktor der daraus entstandenen Werkkunstschule; große Verdienste um deren Überleitung 1971 in die Fachhochschule (heute: Hochschule für Angewandte Wissenschaften), wo er am Fachbereich Gestaltung noch bis 1973 eine Professur innehatte. Zahlreiche Veröffentlichungen über Kommunikationsgraphik. Befasste sich nach 1945 intensiv mit der Geschichte der Augsburger Arbeiterbewegung und der SPD.

Flamme unter Asche, 1979; Eugen Nerdinger / Lisa Beck, Dreihundert Jahre Schule für Gestaltung in Augsburg, 1987, 281; Schreiben, Drucken, Lehren, 1992.

Eugen Nerdinger



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