Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Neue Augsburger Zeitung

Von: Günther Grünsteudel / Dr. Brigitte Schürmann (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Im August 1857 erwarb Max Huttler den seit 1852 erscheinenden ’Augsburger Stadt- und Landboten’, dem er am 1.10.1857 den Namen Neue Augsburger Zeitung (NAZ) gab. Das Blatt entsprach dem damals gängigen Typ der Tageszeitung als Generalanzeiger und wandte sich an die katholischen Bevölkerungsschichten. Ende 1887 erreichte es eine Auflage von 15.000 Exemplaren. Nach Huttlers Tod (1887) ging die NAZ an das Literarische Institut von Haas und Grabherr (Augsburger Druck- und Verlagshaus) über. Nach 1933 etablierte sich das auflagenstärkste Lokalblatt als (einzige) Alternative zur Augsburger Nationalzeitung, dem amtlichen Organ der NSDAP, wenn es auch den Status als amtliches Anzeigenblatt für den Regierungsbezirk Schwaben an diese verlor; bis fast zuletzt hatte die NAZ ihr jedoch die höhere Auflage voraus. 1933-1942 war der ehemalige Lokalredakteur und Theaterkritiker der Augsburger Neuesten Nachrichten, Max Hohenester (* 1897, † 1956), Chef vom Dienst. Am 31.8.1944 wurde das katholische Volksblatt, das zuletzt in rund 45.000 Exemplaren erschienen war, eingestellt. Beilagen: Der schwäbische Postbote (1867-1943), Ratgeber für Haus- und Landwirtschaft (1891 ff.), Schwäbische Woche (1924 ff.), Soziale Rundschau (1925 ff.), Bayerische Jugend-Zeitung (1930 ff.), Bunte Geschichten (1935 ff.). Der Versuch einer Wiederbelebung durch Johann Wilhelm Naumann, der ab 1928 einige Zeit Redakteur des bayerisch-schwäbischen Teils gewesen war, und durch Paul Haas 1950 führte bereits nach 14 Monaten zur Liquidation.

Gerhard Hetzer, Presse und Politik 1890-1945, in: Augsburger Buchdruck und Verlagswesen, 1997, 1135-1157; Paul Hoser, Max Huttler als Zeitungs- und Buchverleger, in: ebenda, 1019-1032; W. J. Schütz, Aufbau und Ausbau, in: ebenda, 1162-1170.



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