Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Oberpostdirektion

(Grottenau 1)

Von: Ermengard Hlawitschka-Roth (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Der palastartige, neubarocke Bau, der den Vorgängerbau von 1756 ersetzte, wurde 1905/09 nach Entwürfen des Münchner Regierungsarchitekten Wicklein errichtet. Der um Innenhöfe gruppierte Gebäudekomplex (heute Postamt 11 und Fernmeldedienstgebäude) erhebt sich auf einem zweigeschossigen, rustikalen Nagelfluhsockel, dem zwei weitere, jedoch verputzte Geschosse aufsitzen. Die Mittelachse des durch Pilaster gegliederten Hauptgebäudes wird durch ein Eingangsportal und den darüber befindlichen Balkon betont. Der ursprünglich weit ausladende Giebel über der Mittelzone sowie das hohe Walmdach wurden 1944 zerstört und 1949/50 durch ein fünftes Obergeschoss ersetzt (1973/75 umgestaltet). Zwei liegende Bronzefiguren (1909 von Mühlbauer modelliert und von A. Brandstetter gegossen) im Inneren des Haupteingangs. Die Schalterhalle öffnet sich in zwei offenen Arkaden-Geschossen, die von einer Glasdachkonstruktion überspannt werden. Die obere Arkaden-Galerie, die nach Süden geschlossen war, zeigte ein Gemälde von August Brandes mit dem ersten Posthaus am Pfannenstiel (1513-1632) und dem Vorgängerbau von 1756 (heute übertüncht).

Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bayern 3, Schwaben, 1989, 116; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 202-204; Josef Mančal, Augsburg in alten Ansichten, 1983, 32.

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