Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Oblatterwall

(Blatterwall)

Von: Dr. Josef Mančal / Günther Grünsteudel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Wallanlage nordöstlich des ehemaligen Blatterhauses. Es ist nicht geklärt, ob der Name von dem 1452-1496 nachweisbaren Pulvermacher Oblatter oder dem gegenüberliegenden Blatterhaus herrührt. Aufgrund einer gutachterlichen Empfehlung von 1519 (Basteien) wurde 1543 an der Nordostecke der Jakobervorstadt der Oblatterwall als Rundbastei mit Turm errichtet, der 1625 durch Elias Holl umgebaut wurde. Die an den Oblatterwall anschließende Stadtbefestigung ist noch in Resten (wohl 15. Jshrhundert) erhalten. 1901 war die Oblatterwall-Anlage Mittelpunkt des von Karl Albert Gollwitzer geplanten und mit viel Spott bedachten Projekts ’Augsburger Kanalhafen’ (in Verbindung mit der Donauschiffahrt), woran noch heute die ’Kahnfahrt’, ein beliebtes Ausflugsziel, erinnert.
  • Oblatterwallstraße (1879 Jakobervorstadt-Nord, Amtlicher Stadtplan K 8).

Jürgen Kraus, Das Militärwesen der Reichsstadt Augsburg, 1980, 355 f., 358; Hermann Kießling / Ulrich Lohrmann, Türme, Tore, Bastionen, 1987, 22; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 344-347.

Kahnfahrt am Oblatterwall (Foto: Peter Bögl)



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