Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Oecolampad

Johannes, * 1482 Weinsberg, † 23.12.1531 Basel, Theologe, Domprediger, Prädikant

Von: Wolfgang Wallenta (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Ab 1499 Theologiestudium in Heidelberg, 1503 Magister Artium. 1506-1508 Prinzenerzieher bei Kurfürst Wilhelm von der Pfalz. Nach Priesterweihe 1510 Prädikant in Weinsberg. Studierte ab 1513 Philologie und Theologie in Tübingen, dort Bekanntschaft mit Melanchthon. Seit 1515 Mitarbeiter des Erasmus bei der Herausgabe des Neuen Testaments. 1518 Promotion zum Dr. theol. Im gleichen Jahr Domprediger in Augsburg. Nachdem er sich durch sein Eintreten für Luther Feinde (Johann Eck) gemacht hatte, 1520 Seelsorger des Birgittenklosters Altomünster. Nach Spannungen dort ab 1522 Theologieprofessor und Domprediger in Basel mit großer Breitenwirkung. Einer der wichtigsten Vertreter der Reformation in Süddeutschland, unterhielt gute Kontakte sowohl zu Luther als auch zu den Täufern. Seine Kenntnisse in den alten Sprachen weisen ihn als einen der bedeutenden Gelehrten seiner Zeit aus.

Allgemeine deutsche Biographie 24, 1887, 226-236; E. Staehlin, Briefe und Akten zum Leben Ochinos, 2 Bde., 1927-1934 (ND 1971); Welt im Umbruch 1, 1980, 150 f.; Contemporaries of Erasmus 3, 1987, 24-27; Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 6, 1993, 1133-1150; Theologische Realenzyklopädie 25, 1995, 29-36.

Johannes Oecolampad



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