Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Peffenhauser

Anton (Pepfenhauser, Pfeffenhauser), * 1525 Augsburg, † 1603 Augsburg, Plattner

Von: Ulrich Kirstein / Inge Keil (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Erste Erwähnung in Augsburger Steuerbü­chern 1545, im selben Jahr Meisterrecht. Im Musterbuch des Ätzmalers Jörg Sorg ist eine Zeichnung des ersten bekannten Harnischs von 1550 festgehalten. Sein Hauptwerk ist, neben einem Harnisch für Philipp II. von Spanien, der mit seiner Meistermarke (Pyr und Dreibein) versehene Prunkharnisch eines umstrittenen Besitzers in Madrid. Erhielt anlässlich des Reichstags 1551 zahlreiche Aufträge aus dem spanischen Gefolge Karls V., zu dessen Totenfeierlichkeiten 1558 er die Funeralwaffen herstellte (Maximilianmuseum). Arbeitete für die Höfe der Habsburger, für Bayern, Sachsen, Spanien und Italien. Betätigte sich außerdem als Händler fremder Erzeugnisse, auch mit Massenware. Während seiner langen Schaffensperiode (letztbezeugtes Werk 1594) wandelte sich sein Stil von einer Form fortgeschrittener, verfeinerter Renaissance hin zu einem zurückhaltenden Spätmanierismus. Enkel Wilhelm Peffenhauser (um 1624-1683) und Urenkel Philipp (1657-1733) waren bedeutende Uhrmacher.

Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler 16, 1923, 348; Maximilian Bobinger, Alt-Augsburger Kompaßmacher, 1966, 163-165, 289-291; Welt im Umbruch 2, 1981, 85-87, 517 ff.; Eine Tischuhr von Wilhelm Peffenhauser, 1992.



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