Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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St. Peter und Paul

(Hirblingerstraße 1; Pfarramt: Hirblingerstraße 3)

Von: Günther Grünsteudel / Jürgen Wagner (Stand: 21.8.2009)

  • 1603/04 und 1698/1700 Umbau der Oberhauser Pfarrkirche, die seit 1200 belegt ist und deren Chor im Kern ins 14./15. Jahrhundert zurückreicht. 1619 Neugestaltung der oberen Turmgeschosse durch Elias Holl (die Untergeschosse sind romanischen Ursprungs), Glocken von Wolfgang Neidhardt, Zifferblätter der Turmuhr von Matthias Kager. Mit dem Kirchturm von St. Peter und Paul übertrug Holl die Gliederungsmotive seiner Augsburger Rathaustürme (Rathaus) erstmals auf eine bescheidene Dorfkirche; sie wurden zum Leitmotiv künftiger Kirchturmbauten in Schwaben. Eine 1909 von Michael Kurz geplante Erweiterung der Kirche wurde 1925 in reduzierter Form ausgeführt. Das neue Siedlungsgebiet um Eschenhof und Buchenau nördlich von Oberhausen ließ den Pfarrsprengel stark anwachsen: 1938 Ausgliederung der Stadtpfarrei St. Martin. 1944 wurde St. Peter und Paul schwer beschädigt; 1948 Wiederaufbau durch Ulrich Reithmayer nach den alten Plänen von Michael Kurz. Seit Herbst 1972 Pfarrzentrum ’Haus Emmaus’. 1985 Renovierung. Die Pfarrei zählt derzeit 2834 Gemeindemitglieder (Stand: 1.1.2009).
  • Apostelstraße (1904, Oberhausen-Süd, Amtlicher Stadtplan I 7), benannt nach den Kirchenpatronen von St. Peter und Paul.

Pfarrführer durch die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Augsburg, 1964; Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Augsburg-Oberhausen, 1977; Elias Holl und das Augsburger Rathaus, 1985, 345 f.; Marianne Schuber, Oberhauser Chronik, 1990, 65-71; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 242-245; Ulrike Laible, Bauen für die Kirche, 2003, 172.

St. Peter und Paul, Oberhausen



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