Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Pfeiffelmannhaus

(Philippine-Welser-Straße 13)

Von: Dr. Gode Krämer / Ermengard Hlawitschka-Roth (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Lukas (II) Welser ließ das Gebäude zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichten. 1581-1645 im Besitz der Familie Pfeiffelmann, 1791-1794 der Familie de Crignis. Gilt fälschlicherweise als Geburtshaus der P. Welser. Dreigeschossiger Traufseitbau, 1944 bis auf die Außenmauern zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut. Die durch Pilaster in neun Achsen gegliederte, im späten 18. Jahrhundert frühklassizistisch reich stuckierte Fassade erhebt sich auf einem Rustika-Erdgeschoss und wird von einem Giebel bekrönt. Bei ihrer Restaurierung 1976 kam eine stark beschädigte Freskendekoration zum Vorschein. Das gut erhaltene Teilstück eines Putto mit Füllhorn wurde abgenommen und konserviert. Ratsprotokolle und Malerakten von 1594 geben an, dass der Kaufmann Martin Pfeiffelmann sein Haus von dem Münchner Maler Georg Pecham (Jörg Böham) habe bemalen lassen, wobei es zu ähnlichen Streitigkeiten mit der Malerzunft kam wie im Falle Giulio Licinios bei der Bemalung des Rehlinger-Hauses.

Margarete Baur-Heinhold, Süddeutsche Fassadenmalerei, 1952, 27 f.; Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bayern 3, Schwaben, 1989, 127; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 354 f.; Doris Hascher, Fassadenmalerei in Augsburg vom 16.-18. Jahrhundert, 1996, 455-460.



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