Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Römischer Genius

Von: Dr. Lothar Bakker (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1911 ’bei Wasserbauten im Lech’ geborgene Statuette eines Genius Populi Romani, vergoldete Bronze (fragmentarisch, ca. 47 cm hoch erhalten). Nach Vergleichsfund von Herculaneum (sog. Forum) ehemals Applike am gerundeten Wagenkasten eines Viergespannes, Teil eines prunkvollen Ehrenmonumentes wohl des Kaisers Claudius (41-54 n. Chr.). Das Quadriga-Standbild dürfte im Zusammenhang mit der 46/47 n. Chr. fertiggestellten Via Claudia Augusta in Augusta Vindelic(or)um, vermutlich auf einem Ehrenbogen für Claudius, errichtet worden sein und unterstreicht die Rolle Augsburgs als wichtigster Militärort der neuen römischen Provinz Rätien.

Heinz Menzel, Römische Bronzen aus Bayern, 1969, 25 f. Nr. 23 Taf. 9; Hille Kunckel, Der römische Genius, 1974, 35, 79 P 3 Taf. 16,2; S. Wirth, Flußfunde aus A., in: Acta praehistorica et archaeologica 25 (1993), 229 Nr. 19; Ulla Kreilinger, Römische Bronzeappliken, 1996, 31 f., 105 f., 209 Nr. 264 Taf. 55; Lothar Bakker, Augsburg, Herculaneum und die Via Claudia Augusta. Der Augsburger Genius Populi Romani: Teil eines Kaiserstandbildes auf einem monumentalen Ehrenbogen?, in: Vorbild Herculaneum. Römisches Bayern und Antikenrezeption im Norden, 2006, 16–18.

Römischer Genius



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