Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Scheiffelhut

Jakob, * 19.5.1647 Augsburg, † 2.7.1709 Augsburg, Instrumentalist, Komponist

Von: Dr. Josef Mančal / Günther Grünsteudel (Stand: 22.03.2011)

  • Musikalische Ausbildung in der Kantorei bei St. Anna bei Tobias Kriegsdorfer. Seit 1666 Stadtpfeifer. Seit 1673 Instrumentallehrer und Mitwirkung als Bläser oder Streicher in der Kantorei bei St. Anna; 1694 zweiter Chorregent unter Kantor Schmezer, um dessen Nachfolge er sich 1697 vergeblich bemühte. Seit 1697 Chorregent an der Barfüßerkirche. Sein Schaffen umfasst geistliche und weltliche Musik. Alle gedruckten Werke, die in Deutschland weit verbreitet waren, wurden in Augsburg veröffentlicht. Besonders durch seine Sammlungen (’Musikalische Gemüths-Ergötzungen’, 1681, <sup>2</sup>1684; ’Lieblicher Frühlings-Anfang’, 1685; ’Musicalisches Klee-Blat’, 1707) einer der bedeutendsten deutschen Suitenkomponisten des 17. Jahrhunderts, gerühmt u. a. von dem Musiktheoretiker Johann Mattheson. Wegbereiter der französischen Instrumentalmusik in Deutschland.

Ludwig Gerheuser: Jacob Scheiffelhut und seine Instrumentalmusik, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 49 (1933), 1-92; Die Musik in Geschichte und Gegenwart 11, 1963, 1640-1642; Franz Krautwurst, Musik nach dem 30jährigen Krieg bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit, in: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 504-514; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989; Josef Mančal, Zum Augsburger Druck-, Verlags- und Handelswesen im Musikalienbereich am ausgehenden 17. und im 18. Jahrhundert, in: Augsburger Buchdruck und Verlagswesen, 1997, 877, 885; The new Grove dictionary of music and musicians 22, 22001, 460 f.Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 14, 22005, 1249 f.



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