Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Thiersch

Friedrich von, * 18.4.1852 Marburg, † 23.12.1921 München, Architekt

Von: Dr. Gode Krämer / Günther Grünsteudel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Sohn des Theologen Heinrich Thiersch, der 1869-1875 die Katholisch-Apostolischen Gemeinden Süddeutschlands von Augsburg aus leitete. Ab 1868 Architekturstudium am Stuttgarter Polytechnikum. 1873/74 Militärdienst in Augsburg. Seit 1879 außerordentlicher Professor, ab 1882 Ordinarius an der TH München. Seine interessanten städtebaulichen Projekte für Augsburg wurden u. a. aus finanziellen Gründen gar nicht (Stadthalle 1912) oder nur stark verändert (Verwaltungsgebäude I, Entwurf 1899) ausgeführt. Sein großes Interesse an der Augsburger Fassadenmalerei, dokumentiert in einem Vortrag von 1902, führte zu seiner vom Stadtrat angenommenen Anregung, den Dekorationsmaler August Brandes mit der Aufnahme historischer Fassaden zu beauftragen. Jüngerer Bruder des Architekten August Thiersch (* 28.11.1843 Marburg, † 31.12.1916 Zürich), der 1871/72 die Kapelle der Katholisch-Apostolischen Gemeinde (Gartenstraße 11) erbaute.

Friedrich von Thiersch, Die Augsburger Fassadenmalerei, in: Süddeutsche Bauzeitung 12 (1902), Nr. 43-46; Friedrich von Thiersch, 1977; Architektur des 19. Jahrhunderts in Augsburg, 1979, 38-47, 62 f., 177 ff.; Horst Karl Marschall, Friedrich von Thiersch, 1982.



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