Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Veith

Buchhändlerfamilie

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die 1712 als ’Jakob Philipp Veith und Gebr.’ gegründete Firma (Buchhandlung und Verlag) war ab 1715 nacheinander im Besitz verschiedener Mitglieder der katholischen Familie Veith, ehe sie ab 1756 von Ignaz Adam und Franz Anton Veith (* 1731/32, † 1.4.1796) geführt wurde. Im ausgehenden 18. Jahrhundert zusammen mit Joseph Wolff eine der größten und bedeutenden Buchhandlungen in Deutschland. Franz Anton Veith betrieb nebenbei historische Studien, fachliterarisches Hauptwerk: ’Bibliotheca Augustana’ (1785-1796, 12 Bde.) mit Biographien Augsburger Schriftsteller und Inhaltsangaben ihrer Werke in lateinischer Sprache. Am 31.8.1793 wurde die Firma aufgelöst. Franz Anton und Ignaz Adam arbeiteten jetzt getrennt. Franz Antons Geschäft ging an seinen Sohn Johann Georg (’Franz Anton Veith seel. Sohn’), der jedoch um 1798 den Verlag aufgab. Ignaz Adam, der 1750 Maria Catharina Brentano-Mezzegra geheiratet hatte, gab sein Geschäft an Martin Veith weiter, der sich mit Michael Rieger zusammentat. 1828 wurde die Veith-Riegersche-Buchhandlung an Wilhelm von Manstein, der gemeinsam betriebene Verlag 1838 an Johann Georg Lampart und Eduard von Jenisch verkauft.

Georg Wilhelm Zapf, Augsburgische Bibliothek 2, 1795, 738-747, 861; Allgemeine deutsche Biographie 39, 1895, 552; Augsburger Buchdruck und Verlagswesen, 1997.



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