Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Vries

Adrian de, * 1545 Den Haag, † 1629 Prag, Bildhauer

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Studium in Italien, 1581-1588 als ’Adriano Fiammingo’ bei Giovanni da Bologna in Florenz nachgewiesen. 1588 Hofbildhauer Herzog Karl Emanuels von Savoyen in Turin. Nach Aufenthalten in Prag, Den Haag und Rom wurde er 1596 nach Augsburg berufen, wo er die monumentalen Prachtbrunnen auf der Maximilianstraße, Herkules- und Merkurbrunnen, modellierte. Außerdem wird ihm ein Brunnen-Jüngling für den Wasserturm am Roten Tor (heute Maximilianmuseum) zugeschrieben. Seit 1601 Hofbildhauer Kaiser Rudolphs II. und dessen Nachfolgers Matthias I. in Prag. Seit 1613 tätig für den Grafen Ernst von Schaumburg-Lippe, den dänischen Hof (Neptunbrunnen, Schloß Fredericksborg) und den Grafen Waldstein, für den er mit den Gartenskulpturen des Palais Waldstein in Prag sein Alterswerk schuf. Zweifellos der Meisterschüler Giambolognas, dessen manieristische Eleganz er dramatisch zu steigern wusste.

Larsson, L. O., Adrian de Vries, 1967; Helmut Friedel, Bronzebildmonumente in Augsburg 1589-1606, 1974; Bruno Bushart, Die Augsburger Brunnen und Denkmäler, in: Welt im Umbruch 3, 1981, 82-94.



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