Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Weber

Malerfamilie

Von: Dr. Rolf Biedermann / Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1) Franz Thomas, * 1.8.1761 Augsburg, † 2.6.1828 Augsburg, Maler, Kupferstecher, Lithograph, Kunsthändler. Lehrzeit bei J. M. Söckler in München. Anschließend Musterzeichner in Schüles Kattunfabrik. Seit 1801 Gegenschreiber am Getreideaufschlagamt. Stach Taschenkalender, eine Folge zur Zeitgeschichte Augsburgs (darin Ansicht des Festsaals des Schaezlerpalais während des Besuchs von Marie Antoinette) und eine über die Belagerung Augsburgs in den Napoleonischen Kriegen. Hielt in kolorierten Lithographien die Uniformen und Bräuche der Besatzungssoldaten fest. Seine künstlerisch reifste Arbeit ist eine subtil kolorierte Radierfolge mit Ansichten aus Augsburg und Umgebung. Vorzeichnungen dazu innerhalb der Sammlung von ca. 150 Zeichnungen in den Kunstsammlungen Augsburg.
  • 2) Joseph Carl, * 16.1.1801 Augsburg, † 25.10.1875 Augsburg, Maler, Lithograph. Sohn von 1). Gymnasium bei St. Anna, erste Ausbildung beim Vater. 16-jährig Lehrknabe in der Werkstatt Matthias Gottfried Eichlers. 1820 in der Stecherklasse der Münchner Akademie bei Carl Ernst Christoph Hess. Danach betrauten ihn die Professoren der Universität München mit der Illustrierung von zoologischen, botanischen und paläontologischen Werken. Künstlerische Erfüllung fand er in der Landschaftsmalerei, die bis heute wenig Beachtung gefunden hat. Seit 1920 befinden sich durch den Nachlass des Oberamtsrichters Weber eine Vielzahl von Bildern und Zeichnungen im Besitz der Kunstsammlungen Augsburg.

Felix Joseph Lipowsky, Baierisches Künstlerlexikon, 1810, 160; Georg K. Nagler, Neues allgemeines Künstlerlexikon 24, 2, 1913, 9, 11; Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler 35, 1942, 223, 226.



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