Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Wechselordnungen

Von: Dr. Rolf Schmidt (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Als bis in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wichtiger süddeutscher Geldhandelsplatz besaß Augsburg seit 1665 eine eigene Wechselordnung. Sie wurde zuletzt 1778 erneuert und modifiziert durch Dekrete von 1785 und 1804. Sie galt bis zum Inkrafttreten der Allgemeinen Deutschen Wechselordnung von 1848, in einigen Einzelheiten auch darüber hinaus, subsidiär teilweise auch im übrigen Bayern. Ihre wichtigste, vom späteren Reichsrecht abweichende Besonderheit bestand in Kapitel 3 § IX darin, dass Wechsel erst 14 Tage vor Verfall zum Akzept präsentiert werden konnten (dagegen das sofortige Akzept in Artikel 18 I der Allgemeinen Wechselordnung). Diese Regelung wollte der Augsburger Handelsstand als Handelsbrauch beibehalten, was misslang.

Johann Joseph von Huber, Abriss des Augsburgischen Statutar-Rechts, 1821; Kurze Darstellung über die Frage: Ob nach der Wechselordnung der Stadt Augsburg schriftliche Acceptationen nur allein verbindlich sind?, 1826; Die Acceptation der Wechselbriefe nach Augsburger Wechselrecht betreffend, 1849; Bekanntmachung des Gremiums des Handelsstandes in Augsburg in Betreff der Einführung der allgemeinen deutschen Wechselordnung in Augsburg, 1850; O. von Völderndorff, Civilgesetzstatistik in Bayern, 21880, 65 f., 283; F. Walser, Das Wechselrecht der Reichsstadt Augsburg, Diss. Erlangen 1922; Wolfgang Zorn, Handels- und Industriegeschichte Bayerisch-Schwabens 1648-1870, 1961; H.-J. Hecker, Das Augsburger Statutarrecht, in: Aufbruch ins Industriezeitalter 2, 1985, 162-172.



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