Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Weichenberger

Anna (geb. Feichtner), * 30.12.1909 Augsburg, † 26.7.1942 KZ Ravensbrück, Textilarbeiterin, Widerstandskämpferin

Von: Gernot Römer / Redaktion (Stand: 21.3.2011)

  • Entstammte einer kommunistisch gesinnten Familie. Seit 1926 Spinnerin in der Augsburger Kammgarnspinnerei. Seit 1932 Mitglied der 'Revolutionären Gewerkschaftsopposition'. Schloss sich 1933 der der KPD nahestehenden Untergrundorganisation 'Rote Hilfe' an, die sich v. a. um die Familien politischer Häftlinge kümmerte. Weichenberger leitete die mit 60-80 Mitgliedern größte linke Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime in Augsburg. Im Dezember 1934 wurde sie festgenommen. 1935 kamen fast alle Mitglieder der von Spitzeln unterwanderten Gruppe in Haft. Am 25.8.1936 verurteilte das Oberlandesgericht München Weichenberger wegen Beihilfe zum Hochverrat zu fünf Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Wie die meisten Mitverurteilten kam auch Weichenberger nach der Strafverbüßung ins KZ, das sie nicht überlebte. Ihr Ehemann und Mitstreiter im Widerstand, Josef Weichenberger, mit dem sie seit 1931 verheiratet war, kam am 27.5.1937 im Zuchthaus Amberg zu Tode.

Gerhard Hetzer, Die Industriestadt Augsburg, in: Bayern in der NS-Zeit 3, 1981, 161-168; Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 618; Augsburger Frauenlexikon, 2006, 159 f.



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