Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Wertach

Von: Prof. Dr. Hans Frei (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Als Wertachquelle gilt ein Brünnlein am Nordabfall des Iseler (Kühgundkopf, Allgäuer Alpen) bei der Wiedhag-Alpe. Nach dem Verlassen des Gebirges fließt die Wertach ziemlich geradlinig nach Norden und parallel zum Lech, in den sie nach einer Laufstrecke von ca. 133 km in Augsburg mündet. Das Stadtgebiet durchfließt sie 13,1 km lang. Die durchschnittliche Wassermenge liegt erheblich unter der Wasserführung des Lechs (18 m3/s. gegenüber 80 m3/s.). Bei der Gögginger Wertachbrücke zweigt ein Fabrikkanal ab, der als Wertachkanal bzw. Senkelbach der Energiegewinnung dient; linksseitig wird ein ehemaliger Mühlbach über Pfersee und Oberhausen abgeleitet (Wertachkanäle). Ähnlich wie der Lech hatte die Wertach als Alpenfluss eine schnelle, wechselnde Wasserführung. Vor der Regulierung gab es häufig Überschwemmungen. Inzwischen ist die Flussstrecke durch den Bau von Wehren in eine Abfolge von Stauseen umgewandelt und der gesamte Lauf verkürzt worden. Der Flussname tritt in verschiedenen Formen (virdo, virda) auf und wird unterschiedlich gedeutet. Er kann auf lateinisch 'viridis', d. h. grünes (Wasser) zurückgehen oder vom Keltischen abgeleitet sein und 'kräftig, schnell' bedeuten. Im 10./11. Jahrhundert tritt die deutsche Form 'Wertahe(a)', 'Wertha' auf.
  • Kurze Wertachstraße (Stadtjägerviertel, Amtlicher Stadtplan I 8), Wertachstraße (1874, Rechts der Wertach, Stadtjägerviertel, Amtlicher Stadtplan I 7/8).

Georg Wimmer, Die Wertach, 1905; Joseph Schnetz, Flußnamen des Bayerischen Schwabens, 1950, 24 ff.; Lorenz Scheuenpflug, Die Wertach und ihre Geschichte in Landschaft und Natur, in: Der Landkreis Augsburg 1, 1993, 136-139.



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