Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Eisenhut

Johann, * vor 1500 Tirol, † vor dem 19.3.1565 Augsburg, Rechenmeister

Von: Inge Keil (Stand: 8.9.2009)

  • Eisenhut kam spätestens 1516 nach Augsburg und erwarb 1522 durch Heirat das Augsburger Bürgerrecht. Er war als Schreiber, deutscher Schulhalter und Rechenmeister tätig, in seinen letzten Lebensjahren auch als Notar. 1564 zweite Heirat mit Anna Marquardt, der Witwe des Uhrmachers Konrad Kreutzer. 1538 ließ er als Verleger bei Heinrich Steiner ein Rechenbuch drucken ('Ein künstlich rechenbuch auf Zyffern, Linien und Wälschen Practica […]'). Nachdem in Augsburg seit 1514 schon einige Rechenbücher (Böschenstein) vor allem als Nachdrucke erschienen waren, war Eisenhuts Buch das erste eines Augsburger Rechenmeisters und deutschen Schulhalters, geschrieben für Schüler und Kaufleute. Sein Sohn Abraham wurde ebenfalls Notar, musste aber 1569 wegen Schulden die Stadt zeitweilig verlassen und wurde 1571 wegen Betrügereien endgültig der Stadt verwiesen.

Rudolf Haller, Das Rechenbuch des Johann Eisenhut von 1538, in: Rechenbücher und Texte der frühen Neuzeit, 1999, 128-140; Ders., Nachtrag zu Das Rechenbuch des Johann Eisenhut, in: Verfasser und Herausgeber mathematischer Texte der frühen Neuzeit, 2002, 403; Rudolf Haller / Inge Keil, Die Vita des Johann Eisenhut – ein Augsburger Bilderbogen, in: Arithmetische und algebraische Schriften der frühen Neuzeit, 2005, 151-170.


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