Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Ellersdorfer

Salesia (Maria Anna), * 25.9.1812 München, † 29.2.1888 Augsburg, Oberin des Klosters Maria Stern

Von: Dr. M. Beda Rauch (Stand: 03.02.2010)

  • Stammte aus einer Beamtenfamilie. Hatte Verbindungen zum bayerischen Königshaus über ihre französische, vor der Revolution an den bayerischen Hof geflüchtete Mutter Pauline, geb. Gräfin Beauregard. Nachdem ihre Eltern früh gestorben waren, kam sie nach Augsburg, auch wegen ihres hier stationierten Bruders Maximilian, des späteren königlichen Leibarztes. Mit 21 Jahren Eintritt ins Kloster Maria Stern (Ordensname: Salesia). 1835 Profess. 1843 Wahl zur Oberin (bis dahin war die Oberin ‚Meisterin’ genannt worden). Seit 1842 Jahresrente des bayerischen Königshauses von 132 Gulden.

    In den 45 Jahren ihrer Amtszeit gründete sie in Augsburg und in der Diözese Augsburg, darüber hinaus in fast allen bayerischen Diözesen zahlreiche Filialen. Kreisregierungen, Gemeinden und Vereine bemühten sich um Schwestern für den Unterricht an Mädchenschulen, aber auch für soziale Aufgaben einschließlich der Erziehung im Vorschulalter. Die erste Filiale in Legau bei Memmingen (gegründet 1855) bildete nach Entwicklung und Aufgabenstellung eine Art Prototyp für die Filialgründungen. Dompropst Joseph Franz von Allioli stand M. Salesia als Ratgeber zur Seite. Vier Jahrzehnte nach ihrem Amtsantritt war die Zahl der Schwestern von 30 auf 350 in rund 60 Niederlassungen gestiegen. Zu ihrem 50. Professjubiläum wurde ihre Lebensleistung von Kirche, Staat und Stadt gewürdigt.

Augsburger Frauenlexikon, 2006, 48 f.; Christoph Bellot, Die Franziskanerinnen von Maria Stern. Augsburg und ihre Filialen, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 42 (2008), S. 850 ff.; Herbert Immenkötter, Geschichte des Klosters Maria Stern in Augsburg, in: Von Gottes Stern geführt 1, 2008, 85 ff.



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